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LetzteAktualisierung:

14.05.2011,17:10

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Denkmalschutz in Sachsen-Anhalt
Für Sie hie die gesetzliche Grundlage
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Nichts ist gut in Eisleben

Jetzt keinen Schritt seitwärts- Jetzt keinen Schritt seitwärts-

Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende und jetzige Lutherbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In ihrer Predigt nannte sie das Zentrum Taufe "ein mutiges Projekt". Sie wisse, dass über das Zentrum in Eisleben durchaus kontrovers diskutiert worden sei. "Ich habe unter anderem gelesen, dass manche Angst vor einem Tauftourismus haben", sagte Käßmann. "Aber das wäre doch wunderbar."



Gleich zwei Minister äußern sich:

"In einer Grußstunde erinnerte Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) an den anfänglichen Spott über das Taufbecken - mit Bezeichnungen wie "Protestantenpool" oder "Schwimmhalle". "Aber dieser Spott hat eine Debatte ausgelöst; man musste sich dazu positionieren." Dorgerloh: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und zweifellos ist das Zentrum ein Gewinn für Eisleben, für die Kirche und für das Thema Taufe." Sein Kabinettskollege, Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), sagte, er sei stolz, dass mit "so wenig Geld etwas so Tolles gebaut" worden sei. In Sanierung und Umbau der Kirche sind zwei Millionen Euro investiert worden, darunter Mittel aus dem Unesco-Welterbestätten-Programm und dem Konjunkturpaket."

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Verglichen mit den Schuldenmilliarden des Landes allerdings relativiert sich die Summe. Die Stadt Eisleben hat mit finanziert und hat zwanzig Millionen Schulden. Was macht der Rechnungshof? Wann muß sich die OB verantworten. Immerhin scheint der Landrat einen Weckruf vernommen zu haben.

Zwei Millionen €uro um eine der schönsten Kirchen Mitteldeutschlands mit einem großen Wasserbecken zu verunstalten.



Meisterlich... Meisterlich...
... bis in's Detail ... bis in's Detail
Da waren die 2 Mio. leider schon alle. Da waren die 2 Mio. leider schon alle.
Vorbildliche Restaurierung: Plastik für die Ewigkeit Vorbildliche Restaurierung: Plastik für die Ewigkeit

Das Loch der Löcher

Lasst den Stöpsel drin, sonst schwemmt'sdie Grüfte weg. Lasst den Stöpsel drin, sonst schwemmt'sdie Grüfte weg.

Wichtiges Zubehör.

Tod im Taufbecken:

Kirche muss Schadenersatz zahlen Sao Paulo. Weil ein Kleinkind in einem Taufbecken ertrank, hat ein Gericht im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina eine protestantische Freikirche zu umgerechnet 83 000 Euro Schadenersatz verurteilt. Die Leitung des Tempels der Siebenten-Tags- Adventisten habe den Tod des eineinhalb Jahre alten Mädchens durch mangelnde Aufsicht verschuldet, zitierte die brasilianische Presse die Richter. Die Kirchenleitung erwäge Einspruch gegen das Urteil. Die Eltern hatten das Mädchen in der Obhut von Ehrenamtlichen in einem Spielzimmer der Kirche gelassen, wo sich zu diesem Zeitpunkt offenbar etwa 20 Kinder aufhielten. Nach Aussagen der Ehrenamtlichen verschwand das Mädchen plötzlich und wurde später in einem Taufbecken gefunden.

Kna 08.11.11 Saarbrücker Zeitung



Befremdliche Wahrheit

Unter dem Friedensnobelpreisträger Barack Obama fliegt die US-Armee so viele Luftangriffe wie nie zuvor. Die UN warnen vor zivilen Opfern. 

Der Friedensnobelpreisträger genehmigte in zwei Jahren an der Regierung fast vier Mal so viele Angriffe wie sein Vorgänger, George W. Bush, in zwei Amtszeiten, heißt es in dem renommierten Fachmagazin Foreign Affairs. So habe Bush insgesamt 44 Attacken mit unbemannten Flugzeugen auf Ziele in Pakistan zugestimmt. Unter Obama dürften es mehr als 180 gewesen sein – allein in den pakistanischen Stammesgebieten. Weitere Einsatzregionen wie Afghanistan, Irak, Jemen und Somalia sind hier nicht eingerechnet. Durchschnittlich genehmige Obama alle vier Tage Drohnenangriffe, unter Bush habe es nur alle 40 Tage eine Attacke gegeben.

Eine Analyse der New America Foundation ergab, dass von Juni 2004 bis April 2011 zwischen 1435 und 2283 Menschen durch Drohnenangriffe getötet wurden – zwischen 1145 und 1822 davon sollen Gegner der US-Armee gewesen sein. Demnach wären maximal bis zu rund 1100 Unbeteiligte bei den Attacken gestorben. Pakistanische Offizielle sprechen jedoch allein für 2009 von 700 Zivilisten, die bei Raketenbeschuss durch Drohnen starben.

Deshalb bleibt es dabei: USA = Schurkenstaat!

ZUR ERINNERUNG

Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt.
Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und
keine Kochtöpfe mehr machen - sondern Stahlhelme und Maschinengewehre,
dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie
dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für
Scharfschützengewehre montieren, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst statt
Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN !
Du. Dichter in deiner Stube. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
keine Liebeslieder, du sollst Haßlieder singen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Arzt am Krankenbett. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
die Männer kriegstauglich schreiben, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Kapitän auf dem Dampfer. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
keinen Weizen mehr fahren - sondern Kanonen und Panzer, dann gibt
es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Pilot auf dem Flugfeld. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
Bomben und Phosphor über die Städte tragen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Schneider auf deinem Brett. Wenn sie dir morgen befehlen, du
sollst Uniformen zuschneiden, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Richter im Talar. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst zum
Kriegsgericht gehen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Mann auf dem Bahnhof. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
das Signal zur Abfahrt geben für den Munitionszug und für den Trup-
pentransporter, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt. Wenn sie morgen
kommen und dir den Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!

Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine, du, Mutter
in Frisko und London, du, am Hoangho und am Mississippi, du, Mutter
in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo - Mütter in allen Erdtei-
len, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder ge-
bären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für
neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins:
Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!

Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:
dann:
In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen
Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische Mammutkadaver was-
serleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, al-
gen-, tang- und muschelüberwest, den früher so schimmernden dröh-
nenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben -
die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige
blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der
Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen,
in verlorenen kraterzerrissenen Straßen-
eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen,
gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten
und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und
gierig, unaufhaltsam -
der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen verfaulen,
der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen, die Kartoffel wird auf
den brachliegenden Äckern erfrieren und die Kühe werden ihre totsteifen
Beine wie umgekippte Melkschemel in den Himmel strecken -

In den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen Ärzte
sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln -

in den Küchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern und Spei-
chern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten Gläser Erdbeeren, Kür-
bis und Kirschsaft verkommen - das Brot unter den umgestürzten Ti-
schen und auf zersplitterten Tellern wird grün werden und die ausgelau-
fene Butter wird stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird
neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer
und die qualmenden Ziegelschornsteine, die Essen und die Schlote der
stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln
-zerbröckeln -zerbröckeln -

dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpeste-
ter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne
und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den un-
übersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen
betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig,
lästernd, klagend -und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört
in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern
im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen,
ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch -

 all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute
nacht schon, vielleicht heute nacht, wenn -- wenn -- wenn ihr nicht
NEIN sagt.


Ohne Kommentar

Es ist soweit...

Blair erklärt Iran zum Hauptfeind des Westens (hier der Link) und fordert eine Beseitigung des Regimes.

Sind TheologInnen Mitglied bei den Grünen?

Doch, es gibt MUTBÜRGERinnen. Bei namentlicher Abstimmung im Bundestag zum KRIEG stimmen sie weder mit JA, noch mit NEIN, noch ENTHALTEN sie sich.

Sie gibt ihre Stimme erst gar nicht ab.

Hiermit enden meine Anstrengungen für den Erhalt...

... der Petrikirche. Wenn es Eislebern gleichgültig ist, weil sie sich nicht betroffen fühlen, soll's auch mir recht sein.

Die Internetpräsenz bleibt mit Beiträgen zu aktuellen Themen. Auch im  Archiv werde ich kramen.

Ich hoffe auf Resonanz.

Weltfrieden ausgebrochen

Getaufte beim Event Getaufte beim Event

Obama bin Bush ibn Antichrist hat hat den Terror besiegt.

 

Ossama bin Laden in Pakistan getötet. In einigen Zeitungen heißt es:

ERLEDIGT.

Kein Frieden, nirgendwo!

 

Der Krieg ist keine Frage eines Einzelnen. Wo ich auch auf dieser Welt mit Menschen im Gespräch war, ging es um ganz einfache Fragen und Wünsche. Unabhängig von der Religion.

Ich möchte Arbeit haben, satt zu essen: ich möchte ein Dach über'm Kopf und meine Kinder sollen es einmal besser haben. So einfach ist es letztlich. Nicht ein einziges mal hat mir jemand gesagt: „Ich wünsche mir einen Krieg“, geschweige denn, „da möchte ich mitmachen.“

 

Der Rüstungshaushalt Amerikas ist so groß wie die Rüstungsetats der restlichen Staaten der Welt, 50% aller Rüstungsausgaben. Eine Milliarde US-Dollar! Tag täglich!

 

Haben wir so wenig Phantasie, uns vorzustellen, wie segensreich das Geld für den Aufbau einer Infrastruktur, Landwirtschaft, Schulen, Straßenbau, Bewässerung gewirkt hätte? Wollen wir mal gemeinsam träumen wie es wäre wenn. Wenn alle Militäretats nur noch für die Verbesserung der Lebensbedingungen auf diesem Planeten eingesetzt würden. Mit einer Milliarde US-Dollar täglich.

 

Im Zusammenhang mit den Kriegen (Jugoslawien, Irak, Afghanistan und jetzt Libyen) wird von „nation building“ gesprochen. Die Ergebnisse sprechen für sich. Jugoslawien zerschlagen. Die Grenzziehung der Kolonialmächte im Nahen und fernen Osten sowie in Afrika stehen einem „nation building“ entgegen. In Afghanistan zum Beispiel zerschneidet die Grenze zu Pakistan das Siedlungsgebiet der Paschtunen. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Aus der geplanten Ausschaltung der Massenvernichtungswaffen im Irak, wurde mangels Funde der Systemwechsel. Saddam Hussein musste weg. So, wie jetzt Gaddafi und die Teilung des Landes unvermeidlich erscheint. Der Export unseres „erfolgreichen“ Demokratiekonzeptes mit Waffengewalt ist gescheitert. Welche Anmaßung. „Herr“ Struck steht in der Traditionslinie der deutschen Sozialdemokratie, die ihren Ausgangspunkt am 04.08.1914 hat, von Scharping (Hufeisenplan) ganz zu schweigen. Und wenn ein olivgrüner „Herr“ Fischer Auschwitz als Begründung für einen Krieg heranzieht, ist es mehr als peinlich.

 

Unerträglich aber wird es, wenn der Präses (Reichsbischof?) Nikolaus Schneider seiner Vorgängerin (Käßmann) in den Rücken fällt. Nach seiner Pastoralreise übernimmt er 1:1 die Position des damaligen Kriegsministers KTzG. Vermißt habe ich auch ein deutliches Wort der EKD, als dieser Schnösel Frau Käßmann nach Afghanistan einlud.

 

Wir brauchen wieder eine Bekennende Kirche, die Mehrheit scheint sich in Richtung Deutsche Christen zu entwickeln.

 

Müsste Kirche nicht verdeutlichen, wie die Medien uns in den Krieg hineinschreiben. Mit Monsterbildern und Vergleichen mit Adolf Hitler. Wer will sich dem entziehen. Müssen wir nicht grausame Despoten an ihrem Tun hindern? Wer protestiert gegen den Mißbrauch der Presse durch PR-Agenturen?

 

Die Bundeswehr muß zu einem Milizheer umgebaut werden, mit einer allgemeinen Wehrpflicht. Ihre einzige Aufgabe ist die Landesverteidigung.

 

Schneider übernehmen sie.

 

Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

Der Weg in die Sackgasse ist das Ziel.

 

Wenn immer wieder die Finanznot der Kirche beklagt wird, wäre es doch hilfreich etwas über die Mittelverwendung zu erfahren.

Könnte es sein, dass der Überbau den größten Anteil „verbrät“? Die Brosamen für die Ortsgemeinden?

Wie glaubwürdig kann Kirche sein, wenn sie dem Zeitgeist nachhechelt und sich mit lockeren Sprüchen im jeweiligen Szenejargon anbiedert? Erwarten das die Gläubigen oder gar die die Abseits stehen?

Kann nur noch „McKinsey & Company“ die Rettung bringen. Sollen die Gemeinden zu Profitcentern werden? Vielleicht hilft eine Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“. Für jede erfolgreich vermittelte Taufe ein Geschenkgutschein aus dem Kirchenshop? Und zum Jahresende wird unter allen Teilnehmern eine Reise nach Bethlehem (all inclusive) verlost?

Was kostet die Sitzverlagerung nach Erfurt? Das Gästehaus? Überhaupt der Hofstaat?

Bäume pflanzen für den Lutherwald

 

Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. (Math. 5:37)

Frau Junkermann hat die Gabe sich mißverständlich und unangemessen auszudrücken. Das falsche Wort am falschen Platz. Beispiel gefällig? Bei mz-online war am 04.04.11 zu lesen, dass Bischof Feige und Frau  Junkermann ein Bäumchen in Helfta gepflanzt haben. Genauer ein Apfelbäumchen, auf Wunsch der dortigen Priorin. Hier der ganze Artikel

Zitat Junkermann: „Die evangelische Bischöfin sagte, sie sei "außerordentlich dankbar für dieses Zeichen der ökumenischen Verbundenheit". Angesichts der Luther-Verehrung wies Junkermann freilich auf die Gefahr hin, "die Kirche auf Helden zu reduzieren". Ein Beispiel dafür sei das berühmte, Luther zugeschriebene Zitat: "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen." Es gebe keine Quelle, so Junkermann, dass dies tatsächlich ein Luther-Wort sei. Überhaupt würde es Luther sehr missfallen, wenn er als Person immer im Mittelpunkt stehe. "Es kommt auf jeden Einzelnen an, ein Held des Glaubens zu sein", so die Bischöfin.“

 

Während der früheste Beleg für das Apfelbäumchen-Zitat von 1944 stammt, wird Luther bereits im 18. Jhd. „Warum rülpset und furzet ihr nicht?Hat es euch nicht geschmacket?“ zugeschrieben.

Ernst Blochs (Buchtitel) „Das Prinzip Hoffnung“ kann doch auch ohne die Kritik von Hans Jonas oder Helmut Schelsky stehen bleiben.

 

OK, Kirche sollte nicht auf Helden reduziert werden, warum muß dann Luther, genauer die Interpretation von Luthers Taufbüchlein, als Argument für das Zentrum für Taufe herhalten? Oder der Lutherwald. Heldenverehrung? Halt typisch Junkermann

 

Frau Bischöfin einfach mal das Maul halten.

Eisleben, parteilos und das Geld.

"Kreis greift in Verwaltung ein". eine Überschrift bei mz-online, hier der Link.

Es heißt im letzten Absatz:

"Im Vorfeld der Krisensitzung in der Kreisverwaltung am Dienstagmittag hatte ein Mitarbeiter der Verwaltung hinter vorgehaltener Hand gesagt, dass es sich letztlich um eine politische Entscheidung handele. Das Verhältnis zwischen Stadt- und Kreisverwaltung sei vor allem wegen der finanziellen Lage der Lutherstadt so angespannt, dass der Kreis nach einem Weg suche, "Eisleben an die kurze Leine zu nehmen""

 

Was würde der geneigte Leser machen, wenn er einer Meldung vom August 2010 liest:

 

"WEKA Media vom 05.08.2010


Liquiditätshilfe für Eisleben
Land Sachsen-Anhalt verhindert mit Zuweisung Zahlungsengpass der Stadt
Das Innenministerium Sachsen-Anhalt bewilligt der Lutherstadt Eisleben eine Liquiditätshilfe in Höhe von knapp 659.000 Euro zur Überbrückung von Zahlungsschwierigkeiten. Die Kommune hat aufgrund der fortgesetzt defizitären Haushaltslage Probleme mit der Liquidität.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt eine Bedarfszuweisung in Höhe von über 3,3 Millionen Euro erhalten. Diese Zuweisung wurde zum teilweisen Ausgleich der Haushaltsfehlbeträge der Stadt für die Jahre 2001 bis 2006 sowie zum Ausgleich der mit der Eingliederung der ehemaligen Gemeinden Rothenschirmbach, Polleben, Unterrissdorf, Bischofrode und Osterhausen übernommenen ungedeckten Fehlbeträge bewilligt.
Innenminister Holger Hövelmann: „Die Lutherstadt Eisleben befindet sich derzeit in einer schwierigen finanziellen Situation. Deshalb muss es für sie oberste Priorität sein, neue Haushaltsfehlbeträge zu vermeiden. Da Eisleben um Konsolidierung des Haushalts bemüht ist, unterstützt das Land die Stadt mit einer Liquiditätshilfe, um so drohende Zahlungsengpässe zu vermeiden“.
Hintergrund: Gemäß § 17 Finanzausgleichsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt können Kommunen aus Mitteln des Ausgleichsstocks zur Milderung oder zum Ausgleich außergewöhnlicher Belastungen und Notlagen im Haushalt Zuweisungen erhalten. Soweit es die Kassenlage erfordert, kann ein angemessener Abschlag (Liquiditätshilfe) gezahlt werden."

 

Wer die MZ aufmerksam studiert, wird immer wieder Berichte über Ministerbesuche in der Lutherstadt lesen, bei denen Schecks überreicht werden. Es sind Millionenbeträge. Wer kontrolliert die Verwaltung? Die im Stadtrat vertretenen Parteien jedenfalls nicht!

 

Und die Lokalredaktion feiert jeden parteilosen Furz als neueste Parfümkreation.

 

Es geht schon lange nicht mehr um sinnvolle Mittelverwendung. Wenn es Geld gibt, muß zugegriffen werden. Da wird mit Schinken nach den Würsten geworfen. Und wenn dafür eine Kirche zerstört werden muß! Hauptsache Geld kommt in's Säckel.

 

Möge der Mammon sie würgen.

 

Unser Reichsbischof Nikolaus Schneider könnte informiert sein, könnte!

Dr. Hans-Georg Ehrhart vom IFSH (Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg) ist von dieser Entwicklung nicht überrascht. Denn im Grunde geht es in Afghanistan, trotz abweichender Rhetorik, um eine Strategie der Counterinsurgency (Aufstandsbekämpfung). In solchen Szenarien werden Aufstandsbewegungen regelmäßig mit größter Brutalität bekämpft. Die große Anzahl getöteter Zivilisten erklärt sich unter anderem dadurch, dass diese praktisch nicht von den Aufständischen zu unterscheiden seien.

Aus diesem Grund bedient sich das Militär der Praxis des "nicht diskriminierenden", d.h. unterschiedslosen, Tötens – für Afghans for Peace ein klarer Verstoß gegen die Genfer Konvention.

Daneben trägt das allgemeine Klima der Gewalt zu einer "Verrohung" der Soldaten bei. Dies erhöht das Risiko, dass bestehende Wertesysteme ihre Gültigkeit verlieren und Menschen zu nicht geahnter Brutalität fähig werden. Auf ein solch komplexes Konfliktszenario sei die Bundeswehr in keinster Weise vorbereitet, so Ehrhart. In der Konsequenz würden sich auch die deutschen Soldaten dieser "schmutzigen Kriegsführung" nicht entziehen können. Auch weil die nördlichen Provinzen zunehmend zum Operationsgebiet der Aufständischen würden.

Dass die neue Strategie der "Übergabe in Verantwortung" eine Wende zum Besseren bringt, bezweifeln Experten. Denn nüchtern betrachtet birgt der Aufbau der afghanischen Armee die Gefahr, ein autoritäres und korruptes System unter der Herrschaft zwielichtiger Warlords zu zementieren. Fragen der Menschenrechte oder der gerechten Ressourcenverteilung geraten dabei leicht in den Hintergrund.

Hurrrrrahhh, ein Event

 

... und was für eins. Die Grabungsergebnisse (hier der Link)

werden die Zahl derTaufwilligen aus der Gothic- und Gruftieszene anschwellen lassen. Damit hat der Taufpool sich bereits bezahlt gemacht.

Die spinnen in Hildesheim

Aus aktuellem Anlass

Nachdem der Taufpool nicht zu verhindern war, wollen wir dem geneigten Leser Gründe für eine Taufe an's Herz legen.

Heute die Erklärungen unseres Reichsbischofs Schneider (siehe unten)

Reichsbischof Schneider...

 

... verteidigt den völkerrechtswidrigen Krieg in Afghanistan. Gleichzeitig macht er sich zum Sprachrohr von Kriegsminister Guttenberg. Gibt es in Berlin und Düsseldorf keine Laternen?

Die evangelische Kirche hat nach den Worten von Schneider jetzt (nach Käßmann) eine differenziertere Sicht auf den Einsatz der Bundeswehr. Die innerkirchliche Diskussion sei "kundiger" geworden, sagte der Ratsvorsitzende im Januar der Tageszeitung "Die Welt".

Hier das ganze Interview.

Nach diesem Interview nehme ich zurück, was ich vor einigen Tagen schrieb: „rheinischen Plaudertasche“. Richtig muss es heißen: intrigantes rheinisches Arschloch.

Für das sinnfreie Geplapper ein Zitat: „Ich habe zum Beispiel einen Baum vor einer Schule gepflanzt. Ein schönes Hoffnungszeichen.“

Lesen Sie hier einen Bericht aus Afghanistan. Von: Prof. Dr. Albert A. Stahel, er lehrt und forscht an der Universität Zürich im Fachgebiet Strategische Studien.

Ein Taufort für alle Konfessionen

Mit dieser Überschrift erschien am 15.06.2010 ein Bericht in der MZ.

Diesem Link folgend erfahren Sie in aller Deutlichkein, dass sehrwohl Tauftourismus geplant ist. Es wird aber beschwichtigend darauf hingewiesen: "Die Kirche wird nach wie vor eine Gemeindekirche bleiben". Und, der Reformator der Reformation, Scott Moore, wird so zitiert:"...dass die Gemeinde dort auf jeden Fall weiter ihre regelmäßigen Gottesdienste feiern werde." Ist das nicht tröstlich?

Einen kleinen Vorgeschmack auf den zu erwartenden Tauftourismus finden Sie hier.

Noch bis 17.02.2011, 23:59 Uhr herunterladen und verteilen!

Das IMPERIUM schlägt zu,

damit weiter gelogen werden kann!

Augen auf bei der Berufswahl.

 

Da ist wohl einiges schief gelaufen bei Frau Pfarrerin. Zur Theologin hat es gereicht, zur Seelsorgerin eher nicht. Diese Hoffart ist unerträglich. Nun könnt' ich mich bequem zurücklehnen und warten, bis ihr das Leben so richtig in die Fresse schlägt

Die Unverfrorenheit mit der jemand neu in die Stadt kommt, sich als Besitzer des Hauses aufführt, und die tiefgreifendsten Veränderungen seit der Reformation, gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Gemeindeglieder durchführt, raubt einem den Atem.

Sie warb dafür, "Neues zu wagen" und zeigte sich erfreut, über das große Interesse. "Nicht jeden Sonntag zum Gottesdienst ist der Saal so voll wie heute", sagte sie und gab zunächst einen Überblick über den Stand der Dinge auf der Baustelle: Der Bauzaun steht, das Kunstgut ist gesichert, die Orgel eingehaust. Jetzt werde für das Kunstgut ein Restaurierungsplan erarbeitet und der Fußboden ausgebaut, um das Gerüst stellen zu können, das nötig ist, um die Gewölbe zu sichern.

Dass nicht alle Gemeindemitglieder von der geplanten Neugestaltung überzeugt seien, könne sie verstehen: "Wir haben ja bisher nur das Modell. Da ist es natürlich schwer vorstellbar, wie das im Raum aussehen wird." Es sei auch völlig verständlich, dass es angesichts solch einschneidender Veränderungen gewisse Vorbehalte gebe: "Was man hat, das weiß man. Was kommt, weiß man natürlich noch nicht."

Diese neunmalklugen Leute.

Frau Dr. Schulz

PROJEKTMANAGEMENT LUTHER 2017

Landeskirchenamt der EKM

Am Dom 2

39104 Magdeburg

Tel.: +49 391-53 46-416

Fax: +49 391-53 46-118

Mobil: +49 172-14 74 932

christiane.schulz@ekmd.de

 

schreibt mir unter anderem :

Wissen Sie, was mich standhaft bleiben lässt? Viele Eisleber sind Sturm gelaufen gegen die Baupläne des Neubaus von Luthers Geburtshaus. Jetzt, nachdem der Neubau praktisch alle erreichbaren Architekturpreise abgeräumt hat, sind die Kritiker verstummt bzw. zu glühenden Befürwortern des

(für Kleinstadtverhältnisse) durchaus unkonventionellen Baus geworden. Ich bitte also um einen langen Atem ...

Beste Grüße

Ihre Christiane Schulz"

 

Da haben wir es doch. Diese Kleinstädter sind viel zu doof, zu erkennen was ihnen gut tut.

Und wozu das ganze? Für den Tauftourismus!

Der Entwurf des Wettbewerbssiegers, AFF Architekten Berlin, sieht eine neue Bodenplatte für die gesamte Kirche vor. In den mit konzentrischen Kreisen gestalteten Boden ist ein großes Taufbecken eingelassen, das auch eine Taufe durch Ein- oder Untertauchen ermöglicht. Der spätgotische Schnitzaltar, das Kruzifix und der alte Taufstein bleiben im Chor. Das Taufbecken soll ständig, und nicht nur zu Taufen, mit Wasser gefüllt sein. Ob eine Abdeckung oder anderweitige Sicherung erforderlich ist, muss noch geklärt werden.

Wann hat die Gemeinde beschlossen zukünftig durch Untertauchen zu taufen.

 

Wer ein Projekt, welches auf Lügen aufbaut, ohne sich zu schämen, mit seinem Gewissen vereinbaren kann, geht einen schweren Gang. Auch wenn er kein Theologe ist.

Schlagzeilen im Januar:

 

Sozialdumping: Kirchenlohn reicht nicht zum Leben

Die Diakonie zahlt manchen Mitarbeitern so wenig Geld, dass viele zusätzlich Hartz IV beantragen müssen, um über die Runden zu kommen. Die Lage sei schlimmer als bei Aldi oder Lidl, klagen Kritiker an.

 

Ausbeutung

Diakonie-Heime betreiben Lohndumping à la Schlecker

 

 

 

50 Millionen Euro aufgetaucht: Staatsanwaltschaft ermittelt in Herford

 

 

(Herford) Kirchenleitung tritt wegen geheimem Fonds zurück

 

Mit insgesamt 435.000 Festangestellten zählen die Einrichtungen der Diakonie zu den größten Arbeitgebern Deutschlands. Laut Nikolaus Schneider, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind acht Prozent (35.000 Mitarbeiter) der Diakonie-Beschäftigten ausgelagert. Schneider räumt ein, dass es unter diesen Beschäftigten Probleme mit der Lohnhöhe gebe.

 

Von SIEMENS sagte man früher, es handele sich um eine Bank mit angegliederter Produktion.

Heute könnte man sagen, Kirche ist ein Wirtschaftsunternehmen mit angegliederter Verkündigung.

 

Die Diakonie verfügt mit dem Verband Diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) über einen eigenen Unternehmerverband, der seit zehn Jahren in der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgebeberverbände (BDA) organisiert ist.

Tatsächlich könnte die Selbstdarstellung des VdDD auch aus der Feder von McKinsey stammen: Demnach sollen sich die diakonischen Einrichtungen »als Anbieter innovativer Dienstleistungen und mit einem klaren evangelischen Profil erfolgreich am Markt behaupten«.

Rheinische Plaudertasche geht auf Pastoralreise

 

Unser tapferes Schneiderlein räsoniert so gut, wie über alles. Die Kommerzialisierung der Adventszeit, dass Protestanten auch Fasching feiern dürfen, über seine Vorgängerin Käßmann und über den Islam, der sich gefälligst mit der historisch-kritischen Betrachtung des eigenen Glaubens zu beschäftigen habe.

Nur auf Martin Luther kann er sich dabei nicht berufen. Dessen Warnung bezieht sich auf die Osmanen, die immerhin zweimal vor Wien standen.

Leider hat es sich eingebürgert, die Osmanen mit den Türken und diese mit dem Islam gleichzusetzen.

Die islamische Geistlichkeit würde Herrn Schneider darauf hinweisen, dass ihre Religion wahrhaft monotheistisch ist. Sie bedarf keines „Dreigestirns“.

Der Prophet Isa ibn Maryam (= Jesus Sohn der Maria) ist hoch angesehen und seiner Mutter ist eine ganze Sure gewidmet. Herrn Schneider würde es auch nicht gelingen, seine Gesprächspartnern davon zu überzeugen, dass die Jungfrauengeburt nicht stattgefunden hat..

Ein Dialog mit den hier lebenden Türken würde sich vereinfachen, gäbe es in Deutschland so etwas wie eine „Volksfrömmigkeit“.

 

Das Bestehen nun auf das Erstbesuchsrecht in Afghanistan, läßt Assoziationen an das „jus primae noctis“ zu. Ein Vorrecht der Feudalherren. Den Begriff der Pastoralreise kenne ich nur im Zusammenhang mit Päpsten. Josef Ratzinger, jetzt Benedikt XVI, wird in diesem Jahr eine Pastoralreise nach Deutschland unternehmen.

 

Darüber freut sich Frau Fischer (parteilos) schon ganz dolle und würde ihn gerne in Eisleben begrüßen.

Aber das ist ein anderes Thema.

 

Der Herr Ratsvorsitzende hat erklärt: “Wer in Politik und Gesellschaft Verantwortung trägt, hat stets die Gebote seines Glaubens mit den Erfordernissen der Realität abzugleichen.” Das ist aber so etwas von wahr, und wir haben Erfahrung damit; Reichsbischof Müller hat es vorexerziert.

 

Margot Käßmann, Sie fehlen mir sehr.

 

Hingegen, bezogen auf die Petrikirche und das Zentrum für Taufe, Kirche sich entschieden hat, die Realität der eindeutigen Ablehnung durch die Gemeinde, dem Gebot des Glaubens, dass ein Inversionsbecken gebaut werden muss, unterzuordnen. Wir sind das Volk, bitte jetzt keine Nostalgie.

 

Und weil bald Fasching ist und jetzt auch die Evangelen dürfen, dem Herrn Ratsvorsitzenden ein dreifach donnerndes „Helau“!

Die Bedürfnisse der Touristen...

Räte für schnelle Lösung des Toiletten-Problems...

 

Diese Überschriften der Mitteldeutschen Zeitung haben ungeahnten Aktivitäten im Rathaus und beim Kirchenkreis frei gesetzt.

Was lange währt, wird endlich gut. Vor allem aber fügen sich die geplanten Bedürfnisanstalten harmonisch in das Konzept der Stadt und der Lutherdekade ein.

Unter dem Arbeitstitel „Lutherbalken“ wurde nach einer Lösung gesucht, und gefunden. Frau Fischer (parteilos) hatte dann die perfekte Idee zu Namensgebung: Luthers Latrine.

Der Lutherweg wird also zukünftig von diesen historisierenden, aparten Bauwerken gesäumt. Übrigens sind in alle Sitzflächen Holz von den Balken der Abbruchhäuser aus dem Umfeld von Luthers Geburtshaus eingearbeitet. Auch dies eine weitere Garantie für Authentizität.

Dem Vernehmen nach, hat eine Gruppe von Archäologen, unter Leitung von Dr. Meller, ein erstes 1:1 Modell vorgestellt. (siehe Abbildung)

Die Grabungen an der Latrine in Luthers Elternhaus in Mansfeld sind in die Planungen eingeflossen. Es kann davon ausgegangen werden, dass das dort gefundene, geschnitzte Holzpferdchen der kleine Martin in Händen gehalten hat. Im Rahmen der Bürgerarbeit werden diese Pferdchen jetzt in großer Stückzahl produziert.

Weltweit sind mehrere Millionen Bestellungen in Eisleben eingegangen.

©Flominator ©Flominator

Knätzchen oder Pfefferminzbonbon...

 

 

 

… wenn es um Geschmacksfragen gehen würde, und dieser Eindruck wurde immer wieder versucht zu vermitteln, müssten keine Briefe geschrieben und gestritten werden. Bekannlich läßt sich über Geschmack NICHT streiten. Es ist eben keine Gestaltungsfrage, den Fußboden aufzureißen und somit dem Bauwerk empfindlichen Schaden zuzufügen.

Stellen Sie doch bitte immer wieder die Frage : warum das Inversionsbecken.

Natürlich soll es möglich sein Taufgedächtnisse zu begehen. Wo aber steht, dass es hierzu eines solchen Beckens bedarf.

Frau Dr. Schulz hat mir einen Link geschickt, der geradewegs auf die Webseite des „Deutschen Liturgischen Instituts“ führt. „

Gegründet wurde das Liturgische Institut in Trier 1947 auf Initiative von Mitgliedern der Liturgischen Kommission der Fuldaer Bischofskonferenz „zur Förderung des liturgischen Apostolats in seinem ganzen Umfang”... „...
„Das Institut sorgt bei Priestern und Laien im deutschen Sprachraum für umfassende Information über liturgische Entwicklungen und deren Hintergründe und gibt wichtige Anstöße zu Reformen und zur Erneuerung der Praxis."

Reformen und Erneuerung der Praxis, darum gehts .

Die Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Liturgiewissenschaftlichen Instituts Leipzig, Pfarrerin Dr. Irene Mildenberger, ist eine der Sachverständigen im Gutachterverfahren "Zentrum für Taufe".

Zwei Publikationen des Instituts irritieren mich ein wenig und zeichnen doch klar den Weg der Petrikirche vor:

 

"Band 9
Grenzen überschreiten
Profile und Perspektiven der Liturgiewissenschaft
Hg. von Wolfgang Ratzmann
2002, 214 Seiten, kart.
(nicht mehr lieferbar)
Band 10
Jenseits der Agende
Reflexion und Dokumentation alternativer Gottesdienste
Hg. von Irene Mildenberger / Wolfgang Ratzmann
2003, 232 Seiten, kart.
€ 16,80 (D)/17,30 (A)/sFr 29,40

ISBN 978-3-374-02059-1"

 

Hier scheint deutlich auf,  worum es geht: die Inversionstaufe soll durch die Hintertür hoffähig gemacht werden. Wer weiß, wer alles noch an einer neuen, modernen, zeitgemäßen Taufagende arbeitet. Für eine Taufe mit viel Wasser.

 

Kein Rettungring nirgendwo!

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NICHT VERGESSEN: 27. Januar 2011, 19 Uhr, Petri Gemeindehaus.

Wir hatten schon seit Dezember unter "Termine" in der Navigationsleiste hingewiesen.

 

So liest sich das von offizieller Seite:

 

„Kirchliche Nachrichten Lutherstadt Eisleben Dezember 2010 - Januar 2011

Von Martin Luther ist folgendes überliefert: Glaube nicht alles, was du hörst, sage nicht alles, was du willst, tue nicht alles, was du magst. Den letzten Gedanken möchte sicher mancher im Blick auf die Umgestaltung der Taufkirche befolgt wissen.

Darum möchten wir zum Gespräch über die Umgestaltung und alle Überlegungen dazu ermuntern. Wir wollen einladen, miteinander um eine gute Umsetzung des Gedankens eines Zentrums Taufe zu ringen. In begrenztem Maß soll es dabei um Gestaltungsfragen gehen, ganz offen soll der Austausch zur inhaltlichen Konzeption beginnen. Ein erster Gemeindeabend wird am Donnerstag, 27.Januar, 19.00 Uhr im Petri-Gemeindehaus stattfinden"

 

Hoffnung macht der Hinweis auf einen ERSTEN Gemeindeabend.

Glasnost und Perestroika in der EKM? Wohl eher ein Wunschtraum, siehe unten:

"Schorlemmer nicht mehr dabei"

 

Schorlemmer nicht mehr dabei.

 

Hier die Email, die Pfarrer Schorlemmer einem Mitstreiter sandte:

 

"Sehr geehrter Herr....,

gestern abend habe ich mit dem Propst Kasparick gesprochen.

Man ist offensichtlich über meine Einlassungen sehr verärgert.

Die Kirchenleitung hat jetzt ein inhaltliches Konzept verfasst und einstimmig angenommen.

Das soll sich sehr von dem unterscheiden, was die Initiatoren, die nicht mehr in Eisleben sind, sich gedacht hatten.

Ein Gespräch in Wittenberg über Eisleben würde kontraproduktiv sein,

weil die Eislebener gegenüber allem, was aus W. kommt, empfindlich sind.

Und ich will mich an der Stelle nicht verkämpfen.

Man meinte, ich würde mir sehr schaden.

Ich frage, ob das Ganze nicht der Kirche schadet…

Jedenfalls gilt meine Meinung bei dieser neuen Kirchenleitung nichts. Nichts.

Und alle Entscheidungen sind zudem auch unter dem Gesichtspunkt zu fällen, wie viele Kirchengebäude sich die Kirche in Eisleben leisten kann.

Was ich habe tun können, habe ich getan. Ich würde, wenn ich könnte, auch nicht zur Gemeindeversammlung nach Eisleben fahren.  

Man tut mich als Nörgler ab.

Ich bin schon erstaunt, wie wenig kritisch-wach die Pfarrerschaft ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

F.S."

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Ganz zu Beginn meines Protestes, im Oktober, ich hatte gerade von den Umbauplänen erfahren, habe ich auch Pfarrer Schorlemmer zugemailt und um Hilfe gebeten.

 

Vor einigen Tagen  habe ich ihn mit einer Email umVerzeihung dafür gebeten, dass ich ihn in diese Angelegenheit gezogen habe.

 

Hier nochmals mein Dank und meine Bitte um Verzeihung an Pfarrer Schorlemmer.

Werner Voigt

Mit Verlaub, Frau Bischöfin...

... Ihre Äußerungen bei der Synode zeugen von Realitätsferne und widersprechen der eigenen Praxis.

 

Es erscheint, als residierten Sie in einem bischhöflichen "Palais". Ihr Verhalten erinnert zuweilen an absolutistische Monarchen. In der Presse ist zu lesen,  Frau Junkermann "sei nach den ersten Wochen im Amt gut in "Luthers Heimat" angekommen.

Woran merkt sie das? Werden ihr Girlanden gewunden?

Sie habe schon viel von Mitteldeutschland gesehen und werde herzlich aufgenommen. In den Gemeinden spüre sie den Willen, sich kraftvoll in die neue Kirche einzubringen.

 

Die Kir­chengemeinden würden jedoch auch bei Schwierigkeiten nicht vor sich hin dämmern, sondern anpacken, "was dran ist" und ganz selbstverständlich sagen: "Wir sind Kirche."

Sagen dürfen das die Gemeinden. Immerhin! Und dann? Kommen Sie seelsorgerisch vor Ort? Sprechen mit den Menschen? Reagieren auf deren Befindlichkeit? Moderieren gar!

In der Realität ist es doch so, zumindest für die Gemeinde St. Petri und Pauli in Eisleben, daß der Protest gegen das Zentrum für Taufe von der Dame ignoriert wird.

 

Im Blick auf die Luther-Dekade und das bevorstehende Reformationsjubiläum 2017 erwartet Junkermann, dass die Kirche lerne, dem "Volk aufs Maul zu schauen".

Ja klar, ich schrieb Ihnen aber schon im Oktober:

"Dem Volk aufs Maul schauen, aber nicht nach dem Munde reden"

 

Die Bischöfin sprach sich auch dafür aus, die Themen vorzunehmen, "die in der Geschichte unseres Landes eine sehr negative bis ver­heerende Wirkung hatten. Ich nenne nur Luthers Äußerungen zu 'den Juden', aber auch die über die aufrührerischen Bauern."

Da greifen Frau Bischöfin aber wirklich die brennensten Probleme unserer Zeit auf.

Gaza-Streifen/Palästina! Und: "Bauernland in Junkerhand" Bravo.

Getoppt aber wird dies alles durch eine Äußerung, wie diese:" Ein großes Anliegen sei ihr, das christliche Bild vom Men­schen in aktuelle gesellschaftliche und kirchliche Diskussionen einzubringen. Tusch, Applaus, Vorhang.

Ich wünsche mir dringend eine Enthüllung der Birtheler Behörde, die Petrikirche sei Stasispitzel gewesen. Dann hätte sie wohl eine Chance auf Unversehrtheit

... und wenn das Zentrum für Taufe gebaut ist... ... und wenn das Zentrum für Taufe gebaut ist...

... wird das Sortiment um Bademantel,  Badetücher und Badeschlappen erweitert. Auch in xxxtra-flauschig!

Folgen Sie bitte diesem...

Link zu einer Seite der EKD.  Und auf dieser Seite sehen Sie die dazugehörige Kommerzialisierung.

Wir brauchen dringend Öffentlichkeit

Bei aller Zustimmung zu unserem Protest; es wird nicht ausreichen. Wir müssen über die Leserbriefe, so wichtig sie sind, bei "Glaube+Heimat" , überregional unsere Stimme erheben. Herr Peter Wensierski vom SPIEGEL hat gekniffen. Am 15.12.2010 schrieb er eine Mail: "Lieber Herr Voigt, der Text ist schon in Hamburg und eingeplant. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
Momentan keine Fragen.
Gruss Wensierski
…"

Danach wurde von ihm keine meiner Mails, und zwar vom 16.12,17.12,21.12,24.12 und 02.01.2011, beantwortet. Am Telefon, Durchwahl in Berlin 030-886688-213, läßt er sich verleugnen. Ich habe keinen blassen Schimmer warum.

Ich habe Herrn Scobel bei 3Sat (07.11.2010)angemailt, Herrn Peter Hahne beim ZDF (10.01.11)und hoffe jetzt auf den "Hammer der Woche" beim Länderspiegel des ZDF. Vielleicht bringt ja ttt (Titel, Thesen, Tempramente) etwas?

 

 

 

Wie medien- und öffentlichkeitswirksam soll die Kirche sein? Braucht sie Events?

Dazu ein mit spitzer Feder geschriebener Beitrag von Friedrich Schorlemmer.

Der Kirche fehlt’s an Zulauf. Jetzt meint mancher, wir müssten mehr pressetaugliche Tabubrüche wagen, statt immer das blasse »mehr Vertrauen« zu wagen. Es muss etwas sein, woran die Presse einfach nicht vorbei kann. Also brauchen wir Bilder und Menge. Events eben, die die Massen erreichen. Wie sang zu meinen Kindertagen im Wirtshaus im Spessart das Duo Müller/Neuss: »Die Hauptsache, Hauptsache ist der Effekt.«

Nur der Erfolg gilt. Ergo wird in ­Luthers Taufkirche in Eisleben aufwendig eine Ganz-Körper-Taufgrube ausgehoben. Da muss der Pfarrer/die Pfarrerin mit ins Nass, wie sonst? Aber in welchem liturgischen Outlook? Ein treffliches Thema für ökumenischen Austausch mit den Baptisten. Ich frag aber: Warum nicht lieber in den Whirlpool gehen, wo das gemeine, so entchristlichte Volk sowieso ist. Also, endlich von der Komm- zur Gehkirche gelangen! Doch: Äußerste Vorsicht ist geboten bei ungeübter Ganz-Körper-Taufe: dass daraus kein Waterboarding mit lebenslangem Tauchtrauma wird!

Das Eventstadel Wittenberg mach­te es 2010 vor: 800 Leute standen am 2. September um 17.00 Uhr hinter einer kleinen, putzigen Luther-Kunststoff-Figur. Sie wussten und sagten ­indes nicht, wofür sie standen, außer für ein Foto. Und für Masse eben. ­Jedem sein klein Lutherlein. Und der Superintendent versprach als Strafe für seine verlorene Wette Würstchen für einen guten Zweck auszugeben. Da wird die Kirche doch endlich einmal volkswürstlich.

Und 800 Leute, das gibt es sonst doch nur zu Heiligabend. Ließe sich nicht der Heilige Abend noch aufpeppen? Also: süßer die Flocken nie klingeln, während Zuckerwattenschnee von den Emporen geschüttet wird. So süüüße Weihnacht. Vielleicht auch noch ein Leuchtfeuer, eine 20 Meter hohe Kerze mit einem Durchmesser von einem Meter.

Wenn man für Ostern keinen von den so populären Osterhasen zur Verfügung hat, so würden’s doch auch kuschlige Kaninchen tun, die man zum Ostergottesdienst mitbringen darf. Das zentrale Himmelfahrtsevent würde fortan von Cap Canaveral aus ökumenisch angeboten. Mit Public Viewing bis in jedes Nest. Also die Auffahrt in den blauen Himmel bei Bier und Brause. Wetten, dass die Leute kämen? Zumal Blau-Sein bei Himmelfahrt schon lange populär ist.

In den Kirchtürmen allüberall sollte man Taubenschläge einrichten und in der Nacht vor Pfingsten diese Kirchentauben einfangen und in das Kirchenschiff entlassen. Mal sehen, auf wessen Kopf sie sich setzen, jene Symbole für den Heiligen Geist. Zum Festgottesdienst wird zudem ein echter Pfingstochse durch den Mittelgang geführt. Der Pfarrer folgt, die Gemeinde steht auf. Es bleibt unentscheidbar, vor wem sie aufstehen.

Erotik-Shows haben sich ja bereits bewährt. Da kommen die Leute aller Generationen! Denn wir sind doch nicht mehr prüde. Und hatte es David nicht mit den Weibern gehabt? Und wie war es mit Jesus und dem Lieblingsjünger, ja mit der treuen Maria-Magdalena und ihren schönen langen Haaren? Der sexuell verklemmte Paulus hat uns wirkungsgeschichtlich den Weg in die griechische Liebesgöttinnen-Welt versperrt – samt allem Dionysischen. Also weg damit! Wir sind doch auch sexy als Kirche. Nicht nur Berlin.

Der Reformationstag fände künftig als Nacht-Licht-Show mit überall gruseliger Faszination statt, wenn die erleuchteten Kürbisköpfe aus den Grüften steigen und singen: »Alles vorbei, Tom Dooley, morgen da bist du tot. Trinke noch einen Whisky …« Das Schimpfen gegen Halloween bringt doch nichts. Wir müssen das assimilieren. (Die ganze Kirchengeschichte ist voll von Assimilationen des Heidnischen und der Volksbräuche!)

Eine Kunstaktion auf der Wartburg brächte sicheren Zulauf: Tintenfass-Wettwerfen auf den Teufel vor weißer Leinwand und Versteigerung der entstandenen Kunstprodukte für einen guten Zweck (diesmal ohne Würstchen). Und wer genauer wissen will, wie es in Luthers Bauch ausgesehen hat, der esse eine Woche lang lediglich (nicht ganz gare) Hülsenfrüchte und verstehe sodann besser, wieso Luther auf die Idee kommen konnte, dem Teufel, diesem Tausendkünstler-Tausendsassa, jenem Diabolus, dem geschickten Durcheinanderbringer des Glaubens, notfalls auch mit einem Furz abzuweisen. Das waren Zeiten, als diese noch so richtig rochen …

Also, an jedem Sonntag ließe sich ein (durchaus wiederholbarer, also traditionsbildender) massenanlockender Gag finden. Bevor sich das alles durchgesetzt hat: ab nach Eisleben zur Ganz-Körper-(Wieder)-Taufe. Zum Taufevent.
Nun aber mal ganz im Ernst: Das alles ist die Not-Taufe einer Kirche, die ihrer Sache nicht mehr traut. Wo die Kirche sich populistisch den Events unterwirft, kommt sie theologisch auf den Hund. Wo sie freilich weiterhin nur theologische Richtigkeiten verbreitet, aber das Emotionale, das Anschauliche, das Sinnliche, das Spielerische, das Symbolische versäumt, da erkaltet sie und erreicht den Menschen nicht – weder äußerlich, noch im Innersten. Sie wird lehrreich, aber leer. Doch das Medium muss der ­Sache dienen und ihr angemessen bleiben. Alles andere ist Verrat an der Sache, der durch den Erfolg nicht ­gerechtfertigt werden kann. Das Verfremdete, das Gestaltete, auch Aufrüttelnde hat seinen Platz in der Kirche, die vom kreativen Überschuss, von überzeugten und begeisterten Menschen lebt, die gerne ­anderen das Evangelium auf vielerlei Weise nahebringen wollen. Und wenn Gott keinen Humor hätte, würde selbst ER ­unglücklich.

Eine Kirche, die populistisch & eventig wird, treibt mit dem guten ­Geschmack auch das aus, »was uns unbedingt angeht«. Martin Luther war bekanntlich die Taufe unendlich wichtig. Immer wenn er in tiefe Selbstzweifel kam sagte er sich: »Ich bin getauft.« Ich bin in Christus eingetaucht, von ihm bestimmt und erlöst. Aber nun Luthers Taufkirche so hervorzuheben, dass man Taufe zu einem Eislebener Luthertaufkirchenevent macht, widerspräche ganz und gar seinen Anliegen, nicht zuletzt unserer seit Jahrzehnten mit guten Gründen geübten Praxis, die Taufe innerhalb des Gottesdienstes in der Ortsgemeinde zu vollziehen. In der Ortsgemeinde!

Dank an mitteldeutsche-kirchenzeitung.de. Hier der Link zum Artikel, nebst einer köstlichen Karikatur.

Vorher - Nachher...

Merian um 1650 (oben) und so vielleicht 2020 Merian um 1650 (oben) und so vielleicht 2020

Diese Auswahl läßt das Drama ahnen...

...laufen hier die Vorbereitungen, ein großes Becken mit Wasser zu füllen. Genial!

Nur mal nachschauen Nur mal nachschauen

Machen Sie sich ein eigenes Bild!

Laden Sie das Konzept als PDF herunter, die Zustimmung der Autoren als selbstverständlich ansehend . Gleich hier.

 

Worum es geht.

Vielleicht haben es die Menschen satt, auch in der Kirche den Neusprech der Neoliberalen zu hören. Ja, sie können mit" Corporate Identity"  im Zusammenhang mit Kirche nichts anfangen.

Sie wollen wissen, wie sie mit Hartz IV über die Runden kommen. Wie sie hoffnungsvoll in eine Zukunft blicken können, in der nur noch der Sparzwang herrscht. Bei Ihnen. Aber den Mächtigen immer mehr Geld zugeschoben wird. Ist es da tröstlich zu wissen über Nadelöhre und Kamele.

Kommt man sich nicht vergackeiert vor, wenn Kirche sich mehr um eine Wortmarke kümmert, als um die Sorgen und Nöte der Menschen.

Wenn Gelder verwandt werden, ein ansonsten intaktes Bauwerke zu zerstören, für einen internationalen Tauftourismus. Wenn die, für dieses Projekt eingesetzte Pfarrerin öffentlich leugnet, dass es Tauftourismus geben wird. Zitat aus der Mitteldeutschen Zeitung:

"Es kann nicht sein", so Carstens-Kant, "dass ich die Kerngemeinde der Petrikirche überfordere mit irgendwelchen Merkwürdigkeiten, zum Beispiel Tauftourismus.“Dann sagen die: Das wollen wir nicht!"

Und in der "Aufgabenstellung" wird genau davon ausgegangen. Und Frau Carsten-Kant war bei den Sitzungen anwesend. Sie hat mit am Tisch gesessen. Wenn Luther für das Marketing mißbraucht wird.

Weil, „der Marketing-Fokus auf die Person 'Martin Luther' gerichtet ist, da mit seinem Leben und Werk personelle Identifikationen, Story-telling usw. möglich sind. „ So der Leiter der Stiftung Lutherstädten in Sachsen-Anhalt in einer Rede 2009 in Kassel.

Wo bleibt Story-telling wenn es um ganz normale Gemeindeglieder geht?

Schwirrt einem nicht der Kopf, wenn Dr. Rhein ausführt: „Kulturtouristische Aufgabe innerhalb der "Lutherdekade" ist insbesondere die Produktentwicklung auf dem Gebiet des spirituellen Tourismus.“

Ein Produkt dabei ist die Taufe, der Tauftourismus nach St.Petri in Eisleben.

 

Welche Formen das annehmen wird, konnte schon bei dem „Probelauf“ , genannt „Luther 525“ , beobachtet werden. Hier nur zwei Bespiele: da konnten auf der Internetseite, im „Shop“ für € 1,20 eine spezielle Taufurkunde geordert werden: “Taufurkunde mit Luthertaufstein“.

Da wird unter „Downloads“ auch dieser Service angeboten: „Abmeldebescheinigung

Wenn Sie Interesse haben, sich oder Ihr Kind im Zusammenhang mit Luthers 525. Tauftag in Eisleben taufen zu lassen, dann drucken Sie sich bitte die Abmeldebescheinigung aus und sprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer über Ihr Vorhaben!

 

Auf der Internationalen Tourismusbörse wird angekündigt: „Luther 2017, die Luther-Dekade als Eventdestination“. Und immer wieder die Marke Luther: „Der lange Vorlauf (2008-2017) bietet nicht nur den Vorteil, wichtige Bauinvestitionen in die reformationshistorische Infrastruktur umzusetzen (z. B. Sanierung Wartburg, Erweiterung Luthers Sterbehaus, Errichtung eines Museums in Luthers Elternhaus in Mansfeld etc.), sondern auch die Marke "Lutherdekade" langfristig zu platzieren. „

 

Und um an die öffentlichen Gelder zu kommen, sind alle Mittel recht. Auch die Verschandelung eines Kirchengebäudes.

 

Obwohl es in der „Aufgabenstellung“ auch heißt: „

4.5 Denkmalpflegerische Aspekte

Durch ihr auffälliges Erscheinungsbild und ihre reiche architektonische Ausstattung sowie

ihre Nähe zu den UNESCO-Welterbestätten Luthergeburtshaus und Lutherarmenschule ist

die St. Petri-Paulikirche eine städtebaulich und kulturhistorisch überaus bedeutsames Baudenkmal

der Lutherstadt Eisleben und des Landes Sachsen-Anhalt. Wegen ihrer besonderen

reformationsgeschichtlichen Rolle als Taufkirche Martin Luthers erlangt sie national und international

Bedeutung. Architektonisch stellt sie als Hallenkirche mit komplizierten Gewölben

und reicher, z.T. noch mittelalterlicher Ausstattung die bedeutendste Kirche Eislebens und

eine der wichtigsten spätgotischen Kirchen Sachsen-Anhalts dar.

Die Kirche St. Petri-Pauli ist eine Kulturdenkmal im Sinne des § 2 Denkmalschutzgesetz des

Landes Sachsen-Anhalt (DenkmSchG LSA). Damit bedürfen alle Maßnahmen am und im

Gebäude der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung durch die Untere Denkmalschutzbehörde

beim Landkreis Mansfeld-Südharz.“

 

Über all dies muß eine breite Diskussion geführt werden, weit über die Gemeinde und die Landeskirche hinaus.

 

Was hier geschieht ist die ignorante, die Mitglieder verachtende Durchsetzung von eitlen Interessen. Dies ist das „Stuttgart 21“ für die Evangelische Kirche.